wendung zur praxis- und weltimmanenz
geistphilosophie, materialismus und utopistik

Auf dieser Webseite:
Das Verhältnis von Mensch und Welt betrifft die metareligiöse Problemdimension
der Praxis. Es erweist sich das existenz-, sozial- und weltphilosophische Format
des dialektischen Praxisdekens oder Praxiskonzepts. Dabei reicht die
bewusste Selbsterfassung und Besinnung des menschlichen,
universellen Wesens der Praxis und seiner mundanen Seinsform in den kosmischen
Prozess und Horizont.
Verwandte Themen:
Philosophisch reflektierter Marxismus: Marxismus und Philosophie.
Fragen der Erkenntnistheoirie, Geistphilosophie und Dialektik:
Erkenntnistheorie und
Dialektik. Bloch als Praxisdenker und das Prinzip Hoffnung:
Ernst Bloch.
Das Konzept PRAXIS im 21. Jahrhundert
Konstitutionstheorie der
Praxis / Die Übergangsepoche / Die latente Systemalternative
→
Webseite zur Publikation
Das Konzept PRAXIS
(670 S.)
Lesezeichen zu den Sachgebieten
→
Das Praxisdenken als Paradigma und Weltphilosophie (314-321)
+
Der Geist der Materie, die Dialektik der Praxis und die Revolution
[2020]
+
Zur
Fortentwicklung des Marxismus im Anschluss an Marx, Mead, Bloch und
Hegel
[2022]
Neuere Einträge
Nagel, Thomas: Geist und Kosmos. Warum die
materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher
falsch ist. Suhrkampm, Berlin 2019. Verlinkung im November 2019. Die neue Philosophie ... hat ... wesentlich eine
praktische, und zwar im höchsten Sinne praktische Tendenz; sie tritt an die
Stelle der Religion, sie hat das Wesen der Religion in sich, sie ist in
Wahrheit selbst Religion.“ (Feuerbach: Grundsätze einer Philosophie der
Zukunft, S. 322). Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch. Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus veranlassen, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und in dem Begreifen dieser Praxis. (Marx: 8. These über Feuerbach) Das Dialektische gehörig aufzufassen und zu erkennen
ist von der höchsten Wichtigkeit. Es ist dasselbe überhaupt das Prinzip
aller Bewegung, alles Lebens und aller Betätigung in der Wirklichkeit.
Ebenso ist das Dialektische auch die Seele alles wahrhaft wissenschaftlichen
Erkennens (Hegel: Werke 8, § 81, S. 173) Wir sehn hier, wie der durchgeführte Naturalismus oder
Humanismus sich sowohl von dem Idealismus, als dem Materialismus
unterscheidet und zugleich ihre beide vereinigende Wahrheit ist. Wir sehn
zugleich, wie nur der Naturalismus fähig ist, den Akt der Weltgeschichte zu
begreifen. (Marx: Ökonomisch-philosophische Manuskripte von 1844, S. 577) Die Philosophie der Praxis ist der absolute 'Historizismus', die absolute Verweltlichung und Diesseitigkeit des Denkens, ein absoluter Humanismus der Geschichte. Auf dieser Linie ist der Richtung der neuen Weltauffassung auf den Grund zu gehen. (Gramsci: Gefängnishefte 6 zur Philosophie der Praxis, S. 1430)
In der Bewegung der marxistischen 'Analyse' und vor allem im Vollzug der
Totalisierung, ebenso wie in den Marxschen Bemerkungen über den praktischen
Aspekt der Wahrheit und das allgemeine Verhältnis der Theorie zur Praxis,
lassen sich unschwer die Elemente einer realistischen Gnoseologie, die
niemals entwickelt worden ist, nachweisen. (Sartre: Marxismus und
Existenzialismus: 30-31, F.)
Ist nicht die Praxis derjenige authentischste 'Modus' des Seins, der uns als einziger den wahren Sinn von Sein offenbart und deshalb auch nicht ein besonderer Modus, sondern das entwickelte Wesen des Seins ist? Ist nicht Praxis deshalb derjenige Ausgangspunkt, der uns ermöglicht, das Wesen der nichtauthentischen, 'niederen' Formen des Seins und den Sinn von Sein überhaupt zu sehen? (Petrovic; Praxis und Sein.
In: PRAXIS Nr. 1/1965, S. 26-40)
Das Reich der konkreten Utopie .. ist aus Materie, aber einer
dialektisch-potentialen. Das bedeutet: Materie .. ist nicht nur
Bewegung, sondern ein objektiv Logisches ist Attribut der Materie, und das
Logikon gehört genau so zur Materie wie ihre Bewegung, bildet mit dieser
zusammen erst das einzige Grund- und Universalgesetz der Welt, die
materielle Dialektik. (Bloch: Experimentum Mundi, S. 261)
Nur dieses ist Praxis nach Maßgabe des jeweils Möglichen im Feld des
insgesamten Möglichkeit-Seins der unabgeschlossenen Geschichte und Welt. Nur
solche Praxis kann die im Geschichtsprozeß anhängige Sache: die
Naturalisierung des Menschen, die Humanisierung der Natur aus der realen
Möglichkeit zur Wirklichkeit überführen." (Bloch: Das Prinzip Hoffnung S.
285) Feuerbach, Ludwig (1843): Grundsätze einer Philosophie der Zukunft. S. 247-322 in Ludwig Feuerbach Werke Bd. 3. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1975.
Als
Onlinetext bei zeno.org Feuerbach, Ludwig (1846): Das Wesen der Religion. S. 81-153 in: Ludwig Feuerbach Werke Bd. 4. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1975. Marx, Karl: Ökonomisch-philosophische Manuskripte, in: MEW Ergänzungsband. Schriften bis 1844. Berlin (DDR). Marx, Karl: Thesen über Feuerbach, in: MEW 3, S. 5-7. Als
IPkW-Onlinetext Petrovic, Gajo: Praxis und Sein, in: Zeitschrift PRAXIS, Nr. 1/1965, S. 26-40. Als
IPkW-Onlinetext. Schmied-Kowarzik, Wolfdietrich: Die Praxis und das Begreifen der Praxis.
Zu den Thesen ad Feuerbach. Kassel 1984. Neu erschienen in: Karl
Marx - Die Dialektik der gesellschaftlichen Praxis, S. 222-234. Als
Onlinetext der Bibliothek der Uni Kassel. Bloch, Ernst: Die spekulative Weite; Logikum der Materie;
nicht nur Bewegung, erst recht Materie als unvollendete Entelechie. Kapitel
47 in: Das Materialismusproblem, seine Geschichte und Substanz.
Gesamtausgabe Bd. 7, S. 470-478. Hegel, G.W.F. (1830): Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse. Erster Teil. Die Wissenschaft der Logik. Mit den mündlichen Zusätzen. [ Kleine Logik ] Theorie Werkausgabe Bd. 8.
Mead, George H.: Die objektive Realität von Perspektiven. In: Ders.,
Philosophie der Sozialität, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1969, S. 213-228.
[ In dem Gedanken, dass Perspektivität oder
Widersprüchlichkeit ein praxisontologisch und sozialpraktisch fundamentales
Konstitutionsmerkmal unserer Lebenswirklichkeit darstellt, liegt eine tiefe
philosophische Affinität zwischen Mead und der von Hegel über Marx
verlaufenden, kritischen philosophischen Tendenz
(Das Konzept PRAXIS 2021: 256) ]
Mead George H.: Geist, Identität und Gesellschaft. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1975.
[ Im Zentrum des Meadschen Denkens steht ein
Konzept der 'gesellschaftlichen Handlung'. Mead fand mit diesem Modell einen integrativen Ansatz, um den
Zusammenhang von konkretem Handeln, Bedeutung und Kommunikation zu erhellen
(Das Konzept PRAXIS 2021: 238) ]
Müller, Horst: Der Geist der Materie, die Dialektik der Praxis und die Revolution. Hegel, Marx, Mead und die
Fortentwicklung des Marxismusdenkens im Praxiskonzept.
Beitrag zur Praxis-Diskussion, Heft 2-2020. Nürnberg, im August 2020. Als
IPkW-Onlinetext. Nagel, Thomas: Geist und Kosmos. Warum die
materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher
falsch ist. Suhrkampm, Berlin 2019. Rezensionen als
Onlinetext bei Perlentaucher. Bloch, Ernst: Karl Marx und die Menschlichkeit: Stoff der
Hoffnung. Schlusskapitel 35 des Prinzip Hoffnung, S. 1602-1628.
[ Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes
steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche
Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst
anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an
der Wurzel fassen. Die Wurzel der Gechichte aber ist der arbeitende,
schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch ]
Bloch, Ernst: Experimentum Mundi. Frage, Kategorien
des Herausbringens, Praxis. Gesamtausgabe Bd. 15
(Suhrkamp)
[ Insgesamt besteht Blochs Leistung in der
Wiederentdeckung der philosophischen Kernsubstanz und zugleich Vertiefung
und Weitung des Ansatzes (des Marxschen Praxisdenkens) zu einer umgreifenden
Weltsicht (Das Konzept PRAXIS 2021: 145 ) ] Sartre, Jean-Paul:
Marxismus und Existenzialismus. Versuch einer Methodik. Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg 1964. rororo (rde) 196.
[
Als praxiszentrierter Denker wollte Sartre mit
„Existenzialismus und Marxismus“ das Verhältnis von Individuum und
Gesellschaft zurechtrücken, indem er die Unhintergehbarkeit der persönlichen
Existenz und individuellen Praxisperspektive gegen einen doktrinären,
totalen Begriff von Gesellschaftlichkeit in Stellung brachte Müller, Horst:
Ethos und Perspektiven der Weltveränderung. In: Das Konzept PRAXIS
im 21. Jahrhundert. BoD-Verlag, Norderstedt 2021, S. 182-186. [
Perspektiven der Weltveränderung und Ethos persönlicher Praxis nach Marx und
Bloch. Dialektisches Praxisdenken und Fragen der Moral und Rechtmäßigkeit ]
Als
IPkW-Onlinetext. Critchley, Peter (2020): Rational Freedom, Transcendent
Standards, and the Quest for the Good Life. [ An
Auto-Bibliographical essay which establishes and links the basic themes of
my work over the years. Contains links to my books, papers, and essays ] Als
Onlinetext bei academia.edu
Dietschy, Beat: Auf der Spur von "himmlisch Unterirdischem“.
Acht Thesen zu Ernst Blochs Transformation der Religion.
In: VorSchein. Jahrbuch 2017 der Ernst-Bloch-Assoziation. Antogo,
Nürnberg 2018, S. 185-197.
Müller, Horst: Bloch - Die Weitung der praxisphilosophischen Idee zur Weltsicht. In: Praxis und Hoffnung. Grundlagen der Philosophie der Praxis- Studien zur Philosophie und Wissenschaft gesellschaftlicher Praxis von Marx bis Bloch und Lefebvre. 2. Auflage als Online-Publikation 2014 (214 S.), dort S. 115-125. Als
IPkW-Onlinetext.
Münster, Arno: Prinzip Verantwortung oder Prinzip Hoffnung? Versuch einer Entgegnung auf Hans Jonas' Kritik an Marx und Ernst Bloch. Vollständiger Text eines am 4.11.2004 auf dem Nürnberger
'Forum für politischePhilosophie' - einer öffentlichen Veranstaltung der Initiative für Praxisphilosophie -
gehaltenen Vortrags.Als
IPkW-Onlinetext
Sartre, Jean-Paul (1946):
Materialismus und Revolution.
In: Jean-Paul Sartre - Drei Essays. Ullstein Materialien, Frankfurt am Main 1979.
Schmied-Kowarzik, Wolfdietrich: Zur Aktualität der Praxisphilosophie
von Karl Marx In: Novkovic, Dominik /
Akel, Alexander (Hrsg.): Karl Marx - Philosophie, Pädagogik, Gesellschaftstheorie und Politik.
Aktualität und Perspektiven der Marxschen Praxisphilosophie.
Kasseler Philosophische Schriften – Neue Folge 8.
Kassel 2018,
S. 21-38.
Die Publikation
ist als
Onlinetext verfügbar.
Yang Geng (2018): Marxens Philosophie - Die Wahrheit und das
Bewusstsein unserer Epoche. In: Novkovic, Dominik /
Akel, Alexander (Hrsg.): Karl Marx - Philosophie, Pädagogik,
Gesellschaftstheorie und Politik.
Aktualität und Perspektiven der Marxschen Praxisphilosophie.
Kasseler Philosophische Schriften – Neue Folge 8.
Kassel 2018, S. 397-409.
Der Artikel als
IPkW-Onlinetext. Die gesamte Publikation
als
Onlinetext. [ Der chinesische Praxisdenker unserer Tage ...
stellt fest: „Marxistische Philosophie ist die einzige unüberschreitbare Philosophie unserer Epoche“ und „eine Weltphilosophie, das Produkt der
Weltgeschichte“ (Das Konzept PRAXIS 2021: 116 F.59) ]praxisphilosophen zitiert
Praxisphilosophen zitiert
wendung zur praxis- und weltimmanenz
Kritik des religiösen Bewusstseins und Wendung zur Immanenz
[ Auszug: Die entfremdete Arbeit / Privateigentum und Kommunismus. Als
IPkW-Onlinetext ].
[ „Begreifen der Praxis“ im Sinne der achten
Feuerbachthese ist insofern ein Akt der Konzeptualisierung, die
Konstituierung des geistig konkreten Daseins der Welt im
Subjekt-Objekt-Verhältnis oder als Praxis- und Prozesswirklichkeit (vgl. MEW 40:
581). In höchster Verdichtung heißt das: Begreifendes Erkennen
ist Praxiskonzeptualisierung auf objektiv-realem Grund und dabei
mitvermittelt durch den ausgreifenden Charakter und universellen Horizont
menschlicher Praxis.
(Das Konzept PRAXIS 2021: 266) ] geistphilosophie, materialismus und utopie
Geistphilosophie, Materialismus und Utopie
praxisphilosophie im sozialen und weltprozess
Praxisphilosophie im sozialen und Weltprozess
(Das Konzept PRAXIS 2021: 119) ]verschiedene beiträge und diskussionen
Verschiedene Beiträge und Diskussionen