Direkt zum Inhalt
Sie befinden sich hier: Startseite. >  praxiskonzept. > neues forum praxisphilosophie

    
Auf dieser Webseite: Seite im Aufbau!
Beiträge und Diskussionen zum wirklichkeitswissenschaftlichen, so auch existenz- und weltphilosophischen, metareligiösen Charakter der Philosophie der Praxis und Hoffnung.
  
Verwandte Themen:
Philosophisch reflektierter Marxismus:  Marxismus und Philosophie. Fragen der Erkenntnistheoirie, Geistphilosophie und Dialektik: Erkenntnistheorie und Dialektik. Bloch als Praxisdenker und das Prinzip Hoffnung: Ernst Bloch.
 
Lesezeichen*
 Die konstitutionstheoretische Grundlegung der Sozialtheorie (57-68)
→ Prozessmaterie, Praxis und konkrete Utopie (140-147)
Marx, Bloch und die Naturfrage (164-176)

→ Ethos und Perspektiven der Weltveränderung (176-180)
Eine nichtdualistische Realitätskonzeption bei Marx und Mead (233-238)
Der weltphilosophische Charakter des Praxiskonzepts (314-316)
   Anzeige der Publikation:Das Konzept PRAXIS im 21. Jahrhundert
 * Titel und Fundstellen entsprechender Unterabschnitte der Publikation

  
 

praxisphilosophen zitiert

Praxisphilosophen zitiert

Die neue Philosophie ... hat ... wesentlich eine praktische, und zwar im höchsten Sinne praktische Tendenz; sie tritt an die Stelle der Religion, sie hat das Wesen der Religion in sich, sie ist in Wahrheit selbst Religion.“ (Feuerbach: Grundsätze einer Philosophie der Zukunft, S. 322).

Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch. Alle Mysterien, welche die Theorie zum Mystizismus veranlassen, finden ihre rationelle Lösung in der menschlichen Praxis und in dem Begreifen dieser Praxis. (Marx: 8. These über Feuerbach)

Das Dialektische gehörig aufzufassen und zu erkennen ist von der höchsten Wichtigkeit. Es ist dasselbe überhaupt das Prinzip aller Bewegung, alles Lebens und aller Betätigung in der Wirklichkeit. Ebenso ist das Dialektische auch die Seele alles wahrhaft wissenschaftlichen Erkennens (Hegel: Werke 8, § 81, S. 173)

Wir sehn hier, wie der durchgeführte Naturalismus oder Humanismus sich sowohl von dem Idealismus, als dem Materialismus unterscheidet und zugleich ihre beide vereinigende Wahrheit ist. Wir sehn zugleich, wie nur der Naturalismus fähig ist, den Akt der Weltgeschichte zu begreifen. (Marx: Ökonomisch-philosophische Manuskripte von 1844, S. 577)

Die Philosophie der Praxis ist der absolute 'Historizismus', die absolute Verweltlichung und Diesseitigkeit des Denkens, ein absoluter Humanismus der Geschichte. Auf dieser Linie ist der Richtung der neuen Weltauffassung auf den Grund zu gehen. (Gramsci: Gefängnishefte 6 zur Philosophie der Praxis, S. 1430) 

In der Bewegung der marxistischen 'Analyse' und vor allem im Vollzug der Totalisierung, ebenso wie in den Marxschen Bemerkungen über den praktischen Aspekt der Wahrheit und das allgemeine Verhältnis der Theorie zur Praxis, lassen sich unschwer die Elemente einer realistischen Gnoseologie, die niemals entwickelt worden ist, nachweisen.  (Sartre: Marxismus und Existenzialismus: 30-31, F.)

Ist nicht die Praxis derjenige authentischste 'Modus' des Seins, der uns als einziger den wahren Sinn von Sein offenbart und deshalb auch nicht ein besonderer Modus, sondern das entwickelte Wesen des Seins ist? Ist nicht Praxis deshalb derjenige Ausgangspunkt, der uns ermöglicht, das Wesen der nichtauthentischen, 'niederen' Formen des Seins und den Sinn von Sein überhaupt zu sehen? (Petrovic; Praxis und Sein. In: PRAXIS Nr. 1/1965)

Das Reich der konkreten Utopie .. ist aus Materie, aber einer dialektisch-potentialen. Das bedeutet: Materie  .. ist nicht nur Bewegung, sondern ein objektiv Logisches ist Attribut der Materie, und das Logikon gehört genau so zur Materie wie ihre Bewegung, bildet mit dieser zusammen erst das einzige Grund- und Universalgesetz der Welt, die materielle Dialektik. (Bloch: Experimentum Mundi, S. 261)

Nur dieses ist Praxis nach Maßgabe des jeweils Möglichen im Feld des insgesamten Möglichkeit-Seins der unabgeschlossenen Geschichte und Welt. Nur solche Praxis kann die im Geschichtsprozeß anhängige Sache: die Naturalisierung des Menschen, die Humanisierung der Natur aus der realen Möglichkeit zur Wirklichkeit überführen." (Bloch: Das Prinzip Hoffnung S. 285)

nach oben

wendung zur praxis- und weltimmanenz

Kritik des religiösen Bewusstseins und Wendung zur Immanenz

Feuerbach, Ludwig (1843): Grundsätze einer Philosophie der Zukunft. S. 247-322 in Ludwig Feuerbach Werke Bd. 3. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1975. Als Onlinetext bei zeno.org

Feuerbach, Ludwig (1846): Das Wesen der Religion. S. 81-153 in: Ludwig Feuerbach Werke Bd. 4. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1975.

Marx, Karl: Ökonomisch-philosophische Manuskripte, in: MEW Ergänzungsband. Schriften bis 1844. Berlin (DDR).
[ Auszug: Die entfremdete Arbeit / Privateigentum und Kommunismus. Als IPkW-Onlinetext ].

 Marx, Karl: Thesen über Feuerbach, in: MEW 3, S. 5-7. Als IPkW-Onlinetext [ „Begreifen der Praxis“ im Sinne der achten Feuerbachthese ist insofern ein Akt der Konzeptualisierung, die Konstituierung des geistig konkreten Daseins der Welt als Subjekt-Objekt-Verhältnis oder als Praxis- und Prozesswirklichkeit (vgl. MEW 40: 581). In höchster Verdichtung könnte gesagt werden: Begreifendes Erkennen ist Praxiskonzeptualisierung auf objektiv-realem Grund. (Das Konzept PRAXIS: 259)

Schmied-Kowarzik, Wolfdietrich: Die Praxis und das Begreifen der Praxis. Zu den Thesen ad Feuerbach. Kassel 1984. Neu erschienen in: Karl Marx - Die Dialektik der gesellschaftlichen Praxis, S. 222-234. Als Onlinetext der Bibliothek der Uni Kassel.

nach oben

geistphilosophie, materialismus und utopie

Geistphilosophie, Materialismus und Utopie

Bloch, Ernst: Die spekulative Weite; Logikum der Materie; nicht nur Bewegung, erst recht Materie als unvollendete Entelechie. Kapitel 47 in: Das Materialismusproblem, seine Geschichte und Substanz. Gesamtausgabe Bd. 7, S. 470-478.

Hegel, G.W.F. (1830): Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse. Erster Teil. Die Wissenschaft der Logik. Mit den mündlichen Zusätzen. [ Kleine Logik ] Theorie Werkausgabe Bd. 8.

Mead, George H.: Die objektive Realität von Perspektiven. In: Ders., Philosophie der Sozialität, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1969, S. 213-228. [ In dem Gedanken, dass Perspektivität oder Widersprüchlichkeit ein praxisontologisch und sozialpraktisch fundamentales Konstitutionsmerkmal unserer Lebenswirklichkeit darstellt, liegt eine tiefe philosophische Affinität zwischen Mead und der von Hegel über Marx verlaufenden, kritischen philosophischen Tendenz, in der das Dialektik- oder Widerspruchsdenken kultiviert wurde (Das Konzept PRAXIS: 249)

Mead George H.: Geist, Identität und Gesellschaft. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1975. [ Im Zentrum des Meadschen Denkens steht ein Konzept der 'gesellschaftlichen Handlung'. Mead fand mit diesem, durchaus materialistisch reflektierten Modell einen integrativen Ansatz, um den Zusammenhang von konkretem Handeln, Bedeutung und Kommunikation zu erhellen (Das Konzept PRAXIS: 232) ]

Müller, Horst: Eine nichtdualistische Realitätskonzeption bei Marx und Mead. Auszug aus: Das Konzept PRAXIS im 21. Jahrhundert. Karl Marx und die Praxisdenker, das Praxiskonzept in der Übergangsperiode und die latent existierende Systemalternative. Norderstedt 2015, S. 233-238. Als IPkW-Onlinetext.

nach oben

praxisphilosophie im sozialen und weltprozess

Praxisphilosophie im sozialen und Weltprozess

Bloch, Ernst: Karl Marx und die Menschlichkeit: Stoff der Hoffnung. Schlusskapitel 35 des Prinzip Hoffnung, S. 1602-1628. [ Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Gechichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch ]

Bloch, Ernst: Experimentum Mundi. Frage, Kategorien des Herausbringens, Praxis. Gesamtausgabe Bd. 15 (Suhrkamp) [ Insgesamt besteht Blochs Leistung in der Wiederentdeckung der philosophischen Kernsubstanz und zugleich Vertiefung und Weitung des Ansatzes (des Marxschen Praxisdenkens) zu einer umgreifenden praxisphilosophischen Weltsicht (Das Konzept PRAXIS: 139 ) ]

Sartre, Jean-Paul: Marxismus und Existenzialismus. Versuch einer Methodik. Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg 1964. rororo (rde) 196. [ Als praxiszentrierter Denker wollte Sartre mit „Existenzialismus und Marxismus“ das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft zurechtrücken, indem er die Unhintergehbarkeit der persönlichen Existenz und individuellen Praxisperspektive gegen einen doktrinären, totalen Begriff von Gesellschaftlichkeit in Stellung brachte
(Das Konzept PRAXIS: 113) ]
 

 

verschiedene beiträge und diskussionen

Verschiedene Beiträge und Diskussionen

Dietschy, Beat: Auf der Spur von "himmlisch Unterirdischem“. Acht Thesen zu Ernst Blochs Transformation der Religion. In: VorSchein. Jahrbuch 2017 der Ernst-Bloch-Assoziation. Antogo, Nürnberg 2018, S. 185-197.

Müller, Horst: Bloch - Die Weitung der praxisphilosophischen Idee zur Weltsicht. In: Praxis und Hoffnung. Grundlagen der Philosophie der Praxis- Studien zur Philosophie und Wissenschaft gesellschaftlicher Praxis von Marx bis Bloch und Lefebvre. 2. Auflage als Online-Publikation 2014 (214 S.), dort S. 115-125. Als IPkW-Onlinetext

Münster, Arno: Prinzip Verantwortung oder Prinzip Hoffnung? Versuch einer Entgegnung auf Hans Jonas' Kritik an Marx und Ernst Bloch. Vollständiger Text eines am 4.11.2004 auf dem Nürnberger 'Forum für politischePhilosophie'  - einer öffentlichen Veranstaltung der Initiative für Praxisphilosophie - gehaltenen Vortrags.Als IPkW-Onlinetext

Schmied-Kowarzik, Wolfdietrich: Zur Aktualität der Praxisphilosophie von Karl Marx In:  Novkovic, Dominik / Akel, Alexander (Hrsg.): Karl Marx - Philosophie, Pädagogik, Gesellschaftstheorie und Politik. Aktualität und Perspektiven der Marxschen Praxisphilosophie. Kasseler Philosophische Schriften – Neue Folge 8. Kassel 2018, S. 21-38. Die Publikation ist als Onlinetext verfügbar.

Yang Geng (2018): Marxens Philosophie - Die Wahrheit und das  Bewussstein unserer Epoche. In: Novkovic, Dominik / Akel, Alexander (Hrsg.): Karl Marx - Philosophie, Pädagogik, Gesellschaftstheorie und Politik. Aktualität und Perspektiven der Marxschen Praxisphilosophie. Kasseler Philosophische Schriften – Neue Folge 8. Kassel 2018, S. 397-409.  Die Publikation ist als Onlinetext verfügbar. [ Der chinesische Praxisdenker unserer Tage ... stellt fest: „Marxistische Philosophie ist die einzige unüberschreitbare Philosophie unserer Epoche“ und „eine Weltphilosophie, das Produkt der Weltgeschichte“ (Das Konzept PRAXIS: 314, 110 F.59) ]